Kérogun (=kleiner Krieg)

ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd Spielfiguren auf einem Spielbrett – dem ojogun (=Auge des Krieges/Schlachtfeld) – bewegen. Ziel des Spiels ist die Blutlinie der gegnerischen Partei auszulöschen, also die als König und Prinz bezeichneten Spielfiguren des gegnerischen Spielers unabwendbar zu schlagen.


Auf dem Spielbrett befinden sich zu Beginn einer Partie insgesamt 32 Spielfiguren (auch als ológun = Krieger bezeichnet), 16 helle und 16 dunkle. Beide Spieler (bezeichnet als Licht und Dunkelheit) haben je 20 Spielfiguren zur Verfügung:

Grundstellung

Das Licht beginnt, und die Spieler ziehen abwechselnd. Es besteht Zugpflicht, was zu Zugzwang-Situationen führen kann. Der ziehende Spieler bewegt jeweils eine Spielfigur der eigenen Farbe auf ein anderes Feld (Ausnahme: die Bewachung (dábò) , bei der zwei eigene Figuren bewegt werden).

Auf einem Feld darf immer nur ein Stein stehen. Er blockiert dabei das Feld für alle Steine der eigenen Farbe, d. h. man darf eine Figur nie auf ein Feld ziehen, auf dem schon eine eigene Figur steht. Wenn jedoch auf dem Zielfeld eine gegnerische Figur steht, so wird diese vom Spielbrett genommen. Man sagt, sie wird geschlagen. Im weiteren Spielverlauf wird sie nicht mehr verwendet.

Könnte eine Kerogunfigur im nächsten Zug geschlagen werden, so ist sie bedroht (altertümlich: sie steht en prise). Besteht die Möglichkeit, gegebenenfalls im darauf folgenden Halbzug die schlagende Figur zu schlagen, so ist die bedrohte Figur gedeckt.

Wird einer der Adliger (König/Prinz) von einer gegnerischen Kerogunfigur bedroht (d. h. er könnte im nächsten Zug geschlagen werden), so muss der Spieler entweder den drohenden Spielstein schlagen, einen eigenen in dessen Wirkungslinie ziehen oder den Adligen aus dem bedrohten Feld bewegen.

Wurde einer der Adligen des Spielers bereits geschlagen so darf der andere sich nicht mehr in Gefahr begeben und keine bedrohten Felder mehr betreten.

Der Krieger:



dábò (= die Bewachung) ist der einzige Zug, bei dem es gestattet ist, zwei Figuren gleichzeitig zu bewegen, nämlich Prinz und Magier. Dabei stehen beide in ihrer Ausgangsposition, dürfen noch nicht bewegt worden sein und die Felder zwischen beiden Figuren müssen frei sein.

Der Prinz zieht auf das Feld neben dem Magier, und dieser springt über den Prinzen auf das Feld neben ihm.


Figur

Spieler

Figur

Zugsmöglichkeiten

König

Beide

Prinz

Beide

Krieger

Beide

Priester

Beide

Paladin

Licht

Kriegsmagier

Dunkelheit

Reiter

Beide

Magier

Beide

Attentäter

Beide




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Zum selbst Spielen gibt es Kérogun als Patch für ChessV.

Dieser beinhaltet sowohl die .sgf-Datei mit allen notwendigen Parametern als auch einen modifizierten Bildersatz.